Was ist Vitamin C? Nahrungsquellen, Vorteile und Mangel

13 Juni 2019 |   Kategori: Vitamine
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Vitamin C, auch Askorbinsäure genannt, ist eine wasserlösliche Vitaminart, die mit Nahrungsmitteln oder Verstärkungsmitteln eingenommen wird. Es ist äußerst wichtig für unsere Gesundheit. Es übernimmt die Kollagenbildung und ermöglicht damit eine gesunde und lebendige Haut. Ferner erfüllt es viele weiteren Aufgaben, wie der Ausgleich des Blutdrucks, Vorbeuge gegen Eisenmangel und Mitwirkung bei der Geweberegeneration. Bei Mangel an Vitamin C können Komplikationen wie Anämie, Blauanlauf an der Haut, Schwäche im Immunsystem, Zahnfleischblutungen und Zahnverlust auftreten. Ebenso ist der Überschuss an Vitamin C genau so schädlich wie der Mangel. Bei einer Überdosierung kann es zu Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfall kommen.

Was ist Vitamin C?

Das Vitamin C ist eine lebenswichtige Vitaminart, das vom Körper selbst nicht erzeugt werden kann. Da dies nicht vom Körper selbst produziert werden kann, gebraucht es der Einnahme durch Lebensmittel. Dieses Vitamin spielt auch bei einem Heilungsprozess des Körpers eine große Rolle. Als ein ausgeprägter Antioxidans schützt es die Zellen gegen die schädlichen Wirkungen der freien Radikale.

Experten empfehlen die Einnahme dieses Vitamins vorzugsweise durch Nahrungsmittel. Heutzutage benutzen viele Menschen mit Mangel an C Vitaminzusätze. Der Bedarf an täglichem Vitamingehalt steht bei erwachsenen Frauen auf 90 Milligramm. Bei Männern dagegen liegt er bei 75 Milligramm.

Wozu braucht man das Vitamin C?

Es ist ein essentieller Nährstoff, der in ausreichender Menge aufgenommen werden sollte, um ein gesundes Leben zu ermöglichen. Es ist verantwortlich für die Bildung und den Schutz der Knochen, der Haut und der Blutgefäße. Vitamin C kommt in einigen Lebensmitteln vor, vor allem in Obst und Gemüse. Unser Körper braucht es, um Knorpel, Kollagen und Muskeln zu bilden. Die Fähigkeit unseres Körpers, Eisen aufzunehmen und zu speichern, basiert auf einem angemessenen Vitamin-C-Verbrauch.

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Personen mit bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen sind besonders anfällig für einen Vitamin C-Mangel. Dies liegt daran, dass es die Eisenaufnahme durch das Magen-Darm-System ermöglicht. Eine der wichtigsten Funktionen ist die Bekämpfung freier Radikale. Freie Radikale sind die Moleküle, die freigesetzt werden, wenn unser Körper die Lebensmittel verbrennt oder Strahlung und Tabakrauch ausgesetzt ist.

Diese Moleküle können schwere gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem Herz- und Krebserkrankungen.

Vorteile von Vitamin-C

Schützt vor chronischen Krankheiten

Das Vitamin C stärkt den natürlichen Abwehrmechanismus unseres Körpers. Ausreichender Verbrauch dieses Vitamins kann den Antioxidans-Gehalt des Körpers um 30% steigern. Dadurch trägt es zum Kampf des Körpers gegen Entzündungen bei und verhindert ebenso die Ansammlung der freien Radikale in unserem Körper.

Andernfalls kann die Anhäufung dieser freien Radikale zu chronischen Erkrankungen sowie oxidativem Stress führen. Die Einnahme dieses Vitamins reduziert die Wahrscheinlichkeit vieler chronischer Erkrankungen, wie Herzerkrankungen, die vom oxidativen Stress eingeleitet werden.

Senkung des Bluthochdrucks

Es hat positive Auswirkungen auf die Senkung des Bluthochdrucks, der eine der wichtigsten Ursachen für einen Herzinfarkt ist. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass es den Blutdruck senkt und die Blutgefäße des Herzens entspannt.

Schutz vor Herzkrankheiten

Das Vitamin C hat eine hütende Wirkung gegen Herzkrankheiten, die durch viele Faktoren verursacht werden können, darunter Bluthochdruck, LDL- Cholesterin etc. Es schützt Sie vor dieser tödlichen Krankheit, indem es gegen Risikofaktoren für Herzerkrankungen kämpft.

Laut einer Studie heißt es, dass bei Leuten, die 10 Jahre lang ordentlich über 700 mg Vitamin C verbrauchen, das Risiko einer Herzkrankheit im Gegensatz zu denen, die dies nicht benutzt haben, um 25% abgefallen ist.  Mit dieser Studie wurde festgestellt, dass nicht nur die Nahrungsmittel, sondern auch die Nahrungszusätze die Risikofaktoren einer Herzkrankheit reduzieren können.

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Vitamin C und die Gicht

Vitamin C bekämpft die Gicht, die durch den hohen Spiegel der Harnsäure im Blut verursacht wird und von Gelenkentzündung, Schwellungen und plötzlichen Schmerzen begleitet werden. In einer Studie mit 1.387 männlichen Beteiligten wurde festgestellt, dass bei Männern, die einen hohen Gehalt an Vitamin C verbrauchen, der Harnsäurespiegel im Blut im wesentlichen Maße abgesunken ist.

In einer anderen Studie fand man heraus, dass bei Menschen, die 20 jahre lang Vitamin-C-Nahrungszusätze verbraucht haben, die Gefahr der Gicht um 44% gesunken ist. Jedoch bedarf es immer noch einer wissenschaftlichen Studie, um den Zusammenhang der Gicht und Einnahme des Vitamins C nachzuweisen.

Wehrt Eisenmangel ab

Eisen, der für die Bildung der roten Blutzellen sowie Weiterleitung des Sauerstoffs im gesamten Körper zuständig ist, ist eine wichtige Nahrung für unsere Gesundheit.  Das Vitamin C steigert die Eisenabsorption und sorgt für die bessere Absorption des Eisens, die aus den pflanzlichen Quellen sehr niedrig in Anspruch genommen werden.

Mit einem Vitamingehalt von 100 mg kann die Absorption des Eisens um 67% gesteigert werden. Dadurch schützt es den Menschen auch vor einer Anämie, die auf Eisenmangel zurückzuführen ist.

Verstärkt die Funktion der Leukozyten

Das Vitamin C, das die Produktion der Leukozyten fördert, schützt uns gegen die Infektionen. Es schützt die Leukozyten gegen die freien Radikale und sorgt damit für die bessere Funktionserfüllung dieser Zellen. Neben der Auffrischung der Hautschutzbarrieren beschleunigt es auch die Heilungszeit.

Stärkt das Gedächtnis

Gedächtnisschwächen, Denk- und Erinnerungsausfälle, die besonders bei älteren Menschen auftreten, können durch den Verzehr von reichlich vorhandener Menge gelöst werden. Als starkes Antioxidans schützt und stärkt es das Gedächtnis.

Wirkt bei der Geweberegeneration mit

Als ein starkes Antioxidans hilft es bei der Geweberegeneration und reduziert die Schäden, die durch Entzündung und Oxidation verursacht werden können.

Besonders bei akuten Infektionen der Atemwege trägt es der Vorbeugung gegen viele  Infektionen bei.  Laut einer durchgeführten Forschung wurde herausgestellt, dass dieses Vitamin die Bakterien der Tuberkulose, die widerstandsfähig gegen Medikamente sind, abtöten kann.

Vitamin C und Krebs

Das Vitamin C, das die Antioxidanten im Körper wiederbeleben kann, schützt den Körper gegen den oxidativen Stress. Laut Forschungen wurde herausgestellt, dass die hohe Einnahme des Vitamin C-Gehalts den Anwuchs von Krebszellen stoppt. Besonders bei Patienten, bei denen die Behandlungsalternativen eingeschränkt sind, empfahlen die Ӓrzte eine reichliche  Menge an Vitamin C-Verbrauch.

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Andere Ӓrzte dagegen lehnten  den Vitamin C-Verbrauch während der Chemotherapie streng ab. Die Frage, ob das Vitamin C der Chemotherapie beiträgt, steht noch offen.

Warum Vitamin C für die Haut?

Das Vitamin C (Askorbinsäure) ist wegen seiner antioxidativen Eigenschaft und Rolle bei der Kollagensynthese ein vitales Molekül für die Hautgesundheit. Die Askorbinsäure mit Einnahme auf natürlichem Weg oder Nahrungszusätzen, hat eine positive Wirkung auf die Hautzellen und einige Studien zeigen, dass das Vitamin C den Schaden, der durch Belastung von Ultraviolettstrahlen (UV) entstanden ist, bremst.  Als Tropikalstoff schiebt es die Alterungserscheinungen auf. Ferner sorgt es für eine schnelle Wundenheilung.

Weitere Vorteile des Vitamins C

  • Senkt den Cholesterinspiegel und gleicht ihn aus.
  • Reduziert das Kataraktrisiko und wirkt bei der Vorbeugung gegen die Makula-Degeneration mit, die sich altersbedingt entwickelt. Außerdem trägt es zum Schutz der Augengesundheit bei.
  • Es reduziert den Histaminspiegel im Blut, der vom Immunsystem produziert wird und Entzündungen sowie viele andere Probleme im Körper verursacht.
  • Lindert die Symptome für die Seekrankheit.
  • Bildet einen natürlichen Schutz gegen Schäden durch ernste körperliche Aktivitäten sowie Kaltwetter.

Gegen welche Krankheiten schützt das Vitamin C?

  • Anämie
  • Gicht
  • Tuberkulose
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck
  • Katarakt
  • Diabetes
  • Cholesterin

Schützt Vitamin C vor Erkältung?

Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung konnten aus den Studien bezüglich dessen, dass Vitamin C gegen Erkältung schützt oder die Heilungszeit beschleunigt, keine zufriedenstellenden Ergebnisse eingeholt werden.

Lebensmittel mit Vitamin C

  • Zitrusfrüchte, wie Orangen, Zitronen und Mandarinen
  • Obstsorten, wie Kiwi, Melone, Erdbeeren, Blaubeeren u.ä.
  • Gemüsesorten, wie Rotkohl, Petersilie, grüner Paprika, Chili, Spinat, Blumenkohl, Gartenrauke, Kresse, Brokkoli, Gemüsebohnen, Erbsen u.ä.

Wie viel Vitamin C braucht man am Tag?

Um die ausreichende Menge an Vitamin C zu erreichen, sollten Sie öfters Platz für die Obstsorten, wie Orangen, Mandarinen, Zitronen sowie Gemüsesorten, wie Kohl, Chili, Spinat in Ihrem Diätprogramm einräumen.

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Falls von Ihrem Arzt ein Vitamin C Mangel festgestellt worden ist, können Sie auf seine Beratung Vitamin-C-Nahrungszusätze zu sich nehmen. Falls Sie schwanger sind, sollten Sie die tägliche Dosis von 100 mg beachten.

Vitamin-C-Mangel

Unzureichender Verzehr von Lebensmitteln, die Vitamin-C enthalten, kann zum Mangel dessen führen. Dies kann insbesondere bei Menschen mit Unterernährung, schweren psychischen Erkrankungen, Alkohol- und Tabakkonsum und Dialysebehandlung beobachtet werden.

Vitamin C mangel symptome

  • Keratose pilaris (Hühnerhaut)
  • Die Struktur der Haut in Korkenziehergestalt
  • Haarfollikeln in glanzroter Farbe (Kleine rote Flecken an den Haarwurzeln)
  • Löffelartige Nagelstruktur, dünnen brüchige Nägel
  • Eine trockene und beschädigte Haut
  • Leichte Blutergüsse, kleine violette Kreise unter der Haut
  • Blutergüsse, die sich auf die Haut ausbreiten
  • Langsamere Heilung der Wunden
  • Gelenkschmerzen und Schwellungen
  • Schwache und dünne Knochenstruktur
  • Schwaches Immunsystem
  • Leichterer Krankheitszuzug
  • Müdigkeit und Reizbarkeit
  • Schlechte Stimmung
  • UnbegründeteGewichtsabnahme

Krankheiten, die von Vitamin C-Mangel hervorrufen

Mangelndes Vitamin C-Einnahme kann zu chronischen Infektionen (Entzündung), zur oxidativen Stresslage, zur Anämie, Zahnfleischblutungen und zum Zahnverlust führen. Gewaltiges Verhalten der oxidativen Stresslage  und chronischer Infektionen  (Entzündung) kann ernste chronische Krankheiten, wie Herzerkrankung und Diabetes, einleiten.

Vitamin-C-Test

Mit dem Vitamin-C-Test kann der Mangel an Vitamin C sehr leicht festgestellt werden.  Der Mangel an Vitamin C wird öfters vom Mangel an Vitamin D begleitet. Ihr Arzt kann überprüfen, ob Sie unter D-Vitaminmangel leiden. Es können auch zusätzliche Tests für die Feststellung anderer Mängel an Vitamine sowie Mineralien eingeführt werden.

Die Behandlung des Vitamin-C-Mangels

  • Vitamin C-Zusatz: Sie können einen von Ihrem Arzt verschriebenen Vitamin C-Zusatz einnehmen oder wiederum nach Beratung Ihres Arztes nicht verschreibungspflichtige Zusätze vorziehen.
  • Eine reiche Vitamin C-Ernährung: Nahrungsmittel mit reichem Vitamin C-Gehalt könnten Sie mehr in ihr Nahrungsprogramm einbeziehen. Es kann hierbei die Hilfe eines Diabetikers bedürfen.
  • Vitamin C-Spritzen: In Fällen, wo ein gewaltiger Mangel besteht, kann es einen Zusatz durch Vitamin C-Spritzen bedürfen.

Vitamin-C-Medikamente und Tabletten

Die zumeist verschriebenen Vitamin-C-Medikamente und Tabletten können wie nachstehend aufgeführt werden:

  • Cevimax 1000 mg 20 Brausetabletten
  • ESTER-VIT 30 Tabletten
  • MONOVIT -C 5 Ampullen
  • REDOX- C 500 mg Ampulle
  • C-vitas 500 mg mit jeweils 5 Ampullen

Nach Einholung ärztlicher Beratung können Sie auch Vitaminzusätze einnehmen, wie Supradyn mit hohem Vitamin C-Gehalt, die nicht verschreibungspflichtig sind, d.h. die nicht im Rahmen der SVA stehen.

Vitamin C hochdosiert

Der Verbrauch einer täglichen Dosis von mehr als 1000 mg an Vitamin C wird als Überdosis bezeichnet. Das entsteht besonders durch Gebrauch von übermäßigen Vitaminzusätzen. Die tägliche Vitamin C-absorption durch die Leber  kann zu einigen Nebenwirkungen führen.

Nebenwirkungen von zu viel Vitamin C

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Sodbrennen u.ä. gastrointestinale Beschwerden
  • Darmverschluss
  • Verwirrung
  • Kopfschmerzen
  • Rötung an der Haut
  • Magenkrämpfe
  • Schlaflosigkeit
  • Erschöpfung

Bauchschmerzen: Ursachen, Arten, Hausmittel und Behandlung

Die Überdosis an Vitamin C-Zusätzen kann Nierensteine hervorrufen. In der postmenopausalen Phase können bei Frauen Herz-Kreislauf-Probleme auftreten, dies ist jedoch nicht genau erwiesen. Ferner kann es bei Menschen mit vererblicher Hämochromatose (eine Art von Eisenabsorptionsstörung) zu Gewebeschäden kommen. Aus diesem Grund sollten die Patienten mit Hämochromatose vor der Einnahme von Vitamin C-Zusätzen unbedingt eine ärztliche Beratung einholen.


Referenzen: 1- Vitamin C, 2- Vitamin C and Skin Health, 3- Symptoms of Vitamin C Deficiency

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