Husten: Ursachen, Behandlung, Hustenmittel und Tipps

20 Juli 2019 |   Kategori: Hals Nase Ohr, Lunge und Brust
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Der Husten ist der wichtigste mechanische Abwehrmechanismus des Körpers, der die Atemwege gegen Infektionen schützt und dafür sorgt, dass die toxischen Stoffe den Bronchien ausgeworfen werden. Er kann sowohl aus den Lungen-, Herz-, Nervensystemkrankheiten eingeleitet, Verdauungs- und , als auch durch Rauchen und Eindringen von Fremdkörpern in die Atemwege verursacht werden. Der Husten kann ferner ein Anzeichen für wichtige Krankheiten sein. Aus diesem Grund sollte sie nicht eigenständig ohne Arztuntersuchung behandelt werden. Vorerst sollte die Krankheit als Ursache diagnostiziert und behandelt werden. Da bei manchen Krankheiten starkes Husten auftreten kann, sollten die Hustenstillenden Medikamente unter ärztlicher Kontrolle benutzt werden.

Was ist Husten?

Die eingeatmete Luft zieht durch die Nase ein und läuft der Reihe nach den Hals, Luftrohr sowie die Bronchen durch und erreicht am Ende die Lungenbläschen. Der Husten hat die Aufgabe, diesen Luftweg von den schädlichen Sekretionen und Stoffen wie Fremdkörper und Mukus (Schleimhaut) fern- und reinzuhalten.

Es ist ein mechanischer Abwehrmechanismus des Körpers. Es ist keine Krankheit, sondern mehr ein Symptom. Auch gesunde Menschen können husten. Es kann manchmal aus ganz einfachen Gründen entstehen, aber manchmal auch ein Anzeichen für eine ernste Krankheit sein. Es ist einer der Gründe für den häufigsten Arztbesuch.

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Ursachen von Husten

Husten entsteht durch den Ausbruch der Luft nach einem kurzen Atemzug, mit dem erhöhten Druck in der Lunge durch Brust- und Zwerchfellmuskulatur. Dies kann sowohl freiwillig als auch unfreiwillig passieren.

Die Ursachen des Hustens können folgende sein:

  • Fremdkörper in den Atemwegen oder das Einatmen von reizenden Stoffen
  • Erkrankung der Lunge, des Herzes, des Verdauungssystems oder des Gehirnsystems
  • Rauchen
  • Entsorgung von Schleim aus den Atemwegen

Krankheiten, die Husten verursachen

  • Nasaler Ausfluss
  • Sinusitis
  • Infekt der oberen Luftwege
  • Fremdkörper in den Luftwegen
  • Lungenentzündung (Pneumanie)

Lungenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlungen

  • Asthma
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (KOAH)
  • Tuberkulose (Lungenschwindsucht)
  • Lungenkrebs
  • Interstitielle Lungenerkrankung: Krankheiten, die durch Versteifung der Lunge eingeleitet werden.
  • Bronchiektasie: Es handelt sich um eine Lungenerkrankung, die durch die Verbreiterung des Bronchus durch eine Infektion Husten und Schleim verursacht.
  • Lungenembolie (Klumpen in den Lungenadern)
  • Magenreflux
  • Herzinsuffizienz
  • Erkrankungen im Brustkorb

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Faktoren, die den Husten verstärken

  • Rauchen: Durch Rauchen vergrößern sich die Schleimdrüsen und verursachen mehr Ausscheidung in den Luftwegen, was Husten zur Folge haben kann oder den bereits bestehenden Husten verstärken kann.
  • Allergene: Wenn man Pollen, Hausstaubmilben (Lebewesen, die nicht mit bloßem Auge sichtbar sind) sowie Mytosen im hausinternen Bereich ausgesetzt ist, kann sich der Husten verstärken.
  • Faktoren aus der Umgebung: Staub, Parfümduft, Waschmittel, kaltes Wetter und schmutzige Luft kann den Husten in manchen Zuständen verstärken.
  • Körperübungen: Besonders bei Patienten mit Asthmabeschwerden können Körperübungen Husten anreizen.
  • Medikamente: Kaptopril, Enalapril, die als ACE-Inhibitor gelten, können Husten auslösen und sogar verstärken.

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Grippe, Erkältung und Husten

Grippe und Erkältung sind Krankheiten, die virenabhängig (Rhinovirus, Influenza, u.ä.) entstehen und die oberen Atemwege beeinflussen. Zu den Symptomen gehören Halsschmerzen, Nasenausfluss, Schnupfen, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, postnasale Tropfeninfusion u.ä. Manchmal werden diese vom Fieber begleitet.

Während bei der Grippe die Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit im Vordergrund stehen, ist bei der Erkältung der Nasenausfluss ausschlaggebend.

Zur Folge postnasaler Tropfinfusion, des Bedarfs an Halsreinigung und der während der Krankheit auftretenden Entzündungen entsteht im Zusammenhang mit Grippe und Erkältung der Husten. In Normalfällen dauert der Husten nicht mehr als 3 Wochen. Dies sind die häufigsten Ursachen für kurzfristigen (akuten) Husten.

Allergie, Asthma und Husten

Asthma ist eine chronische Atemwegerkrankung, die von sich wiederholendem Husten, Atemnot und Röcheln begleitet wird. Die Symptome treten in Form von Anfällen auf. Es kann zwischen den Abständen der Hustenanfälle Perioden geben, in denen die Patienten keine Beschwerden haben.

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Manche Patienten mit Asthma haben nur Hustenbeschwerden. Auch wenn der Asthmahusten üblich trocken ist, kann er auch schleimig auftreten. Der üblich gegen Morgen mehr anfallende Husten des Asthmas kann sich im Frühling und Herbst verstärken.

Falls das Asthma zusammen mit Allergie auftritt, können Allergene, wie Hausstaubmilben, Kakerlaken, Pollen und hausinterne Mykosen den Husten auslösen. Falls Rhinitis zusammen mit Allergie auftritt, kann es wegen postnasaler Tropfinfusion zum Husten kommen.

Für welche Krankheiten kann Husten ein Anzeichen sein?

  • Entzündung der oberen Atemwege: Falls der Husten weniger als 3 Wochen anhält
  • Lungenentzündung, Periode der KOAH-Erkrankung sowie Herzinsuffizienz: Falls kurzfristig anhaltender Husten von Schleim begleitet wird.
  • Tuberkulose (Lungenembolie): Falls der Husten länger als 2 Monate anhält
  • Lungenkrebs: Falls mit dem Husten zusammen Schluckschwierigkeiten, Blut im Schleim, Gewichtsverlust vorliegen
  • Postnasale Tropfinfusion: Falls der Husten beginnt, sobald man ins Bett geht
  • Linker Herzinsuffizienz: Falls der Husten ein paar Stunden nach dem Schlafengehen auftritt
  • Asthma: Falls der Husten gegen Morgen kommt
  • Magen-Reflux: Falls nach dem Essen oder nach ins Bett gehen Husten ohne Schleim eintritt

Hustentypen

Die Dauer der Hustenverhaltens, die diese begleitenden Umstände sowie die Ursachen für die Steigerung oder Reduzierung des Hustenverhaltens sind äußerst wichtig bei der Diagnoseerstellung der Krankheit. Der für 3 Wochen anhaltende Husten wird akur- (kurzfristig), der 3 bis 8 Wochen dauernde Husten subakut- und der mehr als 8 Wochen dauernde Husten chronisch bezeichnet.

Trockener Husten

Husten ohne Schleim wird als Trockenhusten bezeichnet. Die am häufigsten auftretenden Gründe dafür können Rauchen, postnasaler Tropfen, Magen-Reflux, Asthma und der Gebrauch von Medikamenten in der ACE-Hemmungsgruppe (Kaptophril, Ramiphril) sein.

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Husten mit Auswurf

Ist die Art eines Hustenverhaltens, der von Schleim begleitet wird. Es kann sich auch bei gesunden Menschen Schleim befinden. Falls er aber in extremer Menge vorliegt, wird dieser als Schleimhusten angenommen. Die Begleitung des Schleims kann ein Anzeichen für eine Lungenentzündung, Tuberkulose, KOAH und Lungenkrebs sein.

Allergischer Husten

Wenn Patienten mit Rhinitis allergica sowie Asthma Allergenen ausgesetzt werden, wird Husten ausgelöst und immer weiter verstärkt. Die Allergene, denen man zumeist ausgesetzt wird, sind Hausstaubmilbe, Schmarotzenpilze im hausinternen Bereich, Hunde- und Katzenallergene und Pollen.

Die Wirkung der Allergenstoffe ändert sich von einem zum anderen. Um die Heilung des Hustens zu gewährleisten, sollte man sich von diesen Allergenen unbedingt fernhalten. Dauerhafte Aussetzung kann den es verschlimmern und dazu führen, dass die Beschwerden nachhaltig werden.

Psychischer Husten

Der psychische Husten ist ein typisches Hustengeräusch, das in Bellen ähnlicher Form durch den Drang, den Hals zu reinigen, entsteht. Das wichtigste Merkmal dieser Hustenart ist, dass er während dem Schlaf nicht eintritt. Dessen Befund wird erst nach Ausschluss sämtlicher anderer Anzeichen erstellt, soweit er nicht von anderen Symptomen begleitet wird. Dieser kann durch eine Psychotherapie geheilt werden.

Ursachen von Husten bei Kindern

Gesunde Kinder können zwischen 10-15 Mal am Tag husten. Bei Kindern sind einige Krankheiten, die Husten verursachen, im Vergleich zu Erwachsenen anders. Bei Kindern erscheint der Husten im Zusammenhang mit Erbkrankheiten viel mehr.

Im Gegensatz zu Erwachsenen wird der Husten bei Kindern mit einer Dauer von mehr als 4 Wochen als chronischer Husten angesehen. Der häufigste Grund für kurzfristigen Husten sind Virusentzündungen der oberen Atemwege.

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Im Falle, dass der Husten von Symptomen wie Keulenbildung an den Fingern, Wachstums- und Entwicklungsrückstand, Brustdeformität, anomale Gesichtserscheinung u.ä. begleitet wird, kann es eine Frühdiagnose für Krankheiten darstellen, die sie in einem Entzündungsfall entwickelt haben.

Ferner sollte nicht übersehen werden, dass Fremdkörper in der Luftröhre des Kindes verschluckt worden sind. Der Husten, der seit der Periode als Neugeborener anhält, kann durch erbliche Krankheiten wie zystische Fibrose oder angeborenen strukturellen Störungen in den Luftwegen verursacht werden. Lang anhaltender Husten in Form eines Erstickungsgefühls kann durch eine Stickhusteninfektion ausgelöst werden.

Behandlung des Hustens bei Kindern

Das wichtigste bei der Behandlung ist, dass bei Kindern mit kurzfristigem Husten nicht sofort mit Antibiotikum als Medikation gestartet werden darf. Es ist möglich, dass sich die Eltern Sorgen um ihr Kind machen, jedoch verschwinden die Beschwerden in Normalfällen spätestens in 4 Wochen von selbst.

Im Falle, dass andere Beschwerden, wie das Steigen der Atemdicht, Fieber und sonstige Symptome vorliegen, muss unbedingt eine ärztliche Kontrolle gemacht werden. Außer bei Kindern mit Asthmabeschwerden haben die Bronchen erweiternden Medikamente (Bronchodilatoren) in Form von Masken oder oraler Anwendung keinerlei Heilwirkung auf den Husten.

Falls bei Kindern steigende Hustenbeschwerden wegen Rhinitis allergica vorliegen, können hierbei steoride nasal eingenommene Behandlungen sowie oral eingenommene Antiallergie-Medikamente während der Pollenzeit wirksam sein.

Da das Hustenverhalten ein Abwehrmechanismus des Körpers ist, sollte, um den Husten zu stillen, nicht sofort an hustenstillende Medikamente zugegriffen, sondern mehr erforscht werden, welche Ursache dahinterstehen kann. Besonders Kindern darf kein Medikament gegen Husten ohne Arztverschreibung gegeben werden. Um bei Kindern den Husten wegen Entzündungen der Atemwege zu verhindern, sollten alle Impfungen des Kindes zeit- und plangemäß erfolgen.

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Husten bei älteren Menschen

Bei älteren Menschen kann der Hustenreflex wegen Abschwächung der Atemmuskeln sowie Änderungen, die wegen der Alterung eintreten, nachlassen. Da der Hustenreflex nachgelassen hat, können die Atemwege nicht wirksam von Keimen gereinigt werden und es kommt öfters vor, dass Nahrungsmittel und Getränke darein dringen.

Aus diesem Grund treten viel mehr Atemwegsinfektionen auf und diese Infektionskrankheit viel intensiver. Bei älteren Patienten sollte besonders bei langfristigem Husten an Lungenkrebs gedacht werden.

Behandlung des Hustens bei älteren Menschen

Die Behandlung erfolgt nach Erstellung der Diagnose für das Symptom, der den Husten auslöst. Alte Menschen sollten sich unbedingt gegen Lungenentzündung sowie Grippe impfen lassen, um dem Husten wegen diesen Infektionen zu entgehen.

Da bei älteren Patienten zusätzliche Krankheiten sowie die Medikationen häufiger auftreten, sollte bei Medikamenten gegen Husten auf ihre Nebenwirkungen geachtet werden.

Wann sollte man bei einem Husten zum Arzt gehen?

  • Falls der Husten mehr als 3 Wochen anhält und trotz Behandlung nicht geheilt wird
  • Falls der Husten von Atemnot, blutigem Schleim und plötzlich auftretenden Brustschmerzen begleitet wird
  • Falls sich mit dem Husten zusammen unerwarteter Gewichtsverlust, Schluckschwierigkeiten, Heiserkeit oder eine Schwellung im Hals entwickelt hat sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Behandlung von Husten

Da der Husten keine Krankheit, sondern ein Symptom ist, sollte vor dessen Behandlung unbedingt die dahinterstehende Krankheit diagnostiziert werden. Besonders langanhaltender Husten kann ein Symptom einer ernsten Krankheit sein. Aus diesem Grund sollten vor Erstellung der Krankheitsdiagnose unbedingt die hustenhemmenden Medikamente vermieden werden.

Falls der Husten die Lebensqualität beeinflusst, in heftigen Hustenfällen den Patienten abschwächt und den Schlaf stört, kann nach der Diagnose die passende Medikation durch Arztempfehlung erfolgen.

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Medikamente gegen Husten

Der häufigste Grund für den akuten Husten ist die postnasale Tropfinfusion, die zur Folge der Entzündung oberer Atemwege im Zusammenhang mit den Viren entsteht. Dieser Zustand kann auch ohne Arztbesuch mit unterstützenden Behandlungen behoben werden.

  • Bei Patienten mit Asthma- und KOAH-Beschwerden sollten keine hustenstillenden Medikamente benutzt werden. Hierbei werden die Kortisonmedikamente, die durch die Atemwege eingenommen werden sowie die Bronchen erweiternden Medikamente benutzt. Besonders bei Patienten mit KOAH-Beschwerden kann das Stillen des Hustens zur Verschärfung der Krankheit führen.
  • Bei Hustebeschwerden in Verbindung mit dem Reflux können durch Änderung der Lebensart sowie einer Diät auch Medikamente benutzt werden, die die Magensäure hemmen.
  • Bei Infektionen wie Lungenembolie dagegen wird anstelle einer hemmenden Behandlung des Hustens mehr eine Behandlung mit Antibiotikum gezielt auf den Faktor der Krankheit vorgezogen.
  • Hustenhemmende Medikamente werden jeweils als zentralwirkende (wirksam auf den Hustenbereich im Gehirn) sowie peripherisch wirkende (wirksam gezielt auf die Zentren im gehirnexternen Bereich) Medikamente in 2 Gruppen zusammengefasst.
  • Bei Hustenfällen, die aus den Medikamenten hergeleitet werden, kann das bereits benutzte Medikament abgebrochen und mit einem anderen weiterbehandelt werden.

Hustenstillendes Medikament mit zentraler Wirkung

Stillen den Husten, indem sie die Warnschwelle des Hustezentrums steigern. Diese sind Medikamente wie Codein und Dextromethorphan. Codein ist ein Morphinderivat. Es kann Nebenwirkungen wie Schlafzustand, Brechreiz, Brechanfall und Verstopfung einleiten.

Codein darf nur in einer Dosis von 10-20 mg und alle 6 Stunden einmal eingenommen werden. Beim Gebrauch von Dextromethorphan sollte bei Patienten mit Lebererkrankung Vorsicht gezeigt werden. Im Vergleich zu dem Kodein verfügt dieses Medikament über eine niedrigere Suchtwirkung.

Hustenstillende Medikamente mit peripherischer Wirkung

Die Wirkung dieser Medikamente erfolgt durch Abschwächung der für den Husten empfindlichen Bereiche. Dies sind Medikamente wie Levodroprophisin, Benzonatat, Diphenhydramin sowie Oxolamin. Benzonatat kann zu Schluckschwierigkeiten und Schwindel führen.

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Levodroprophisin dagegen kann auch bei Kindern benutzt werden, weil es keine unerwünschten Wirkungen im Nervensystem, wie bei den Morphinderivaten, auslöst. Diphenhydramin befindet sich in vielen Medikamenten gegen Erkältung. Die beachtlichste Nebenwirkung dieses Medikaments ist der Schlafzustand. Aus diesem Grund sollten Fahrer bei der Anwendung dieses Medikaments besonders darauf achten.

Husten in der Palliativmedizin

Palliative Behandlung nennt man die Behandlungsart, die keinerlei Wirkung auf die Behandlung hat, aber eingesetzt wird, um den Patienten zu entspannen.

  • Dekongestionsmittel: Sind die Ader verengende Medikamente. Ephedrin und Pseudoephedrin gehören in diese Gruppe. Diese Medikamente, die den Patienten mit Grippen-, Erkältungs- und Rhinitis-Beschwerden empfohlen werden, können entweder oral oder direkt durch Einspritzen in den Naseninnenbereich benutzt werden. Die Anwendung dieser Dekongestan-Medikamente mehr als 5 Tage kann unangenehm sein. Babys im Alter von unter einem Jahr, Schwangeren, Stillenden und Patienten mit Bluthoch- und niederdruck werden sie nicht empfohlen.
  • Antihistaminikum: Kann bei Patienten mit Rhinitis allergica sowie mit Erkältungsbeschwerden eingesetzt werden. Medikamente wie Azelastin und Loratadin gehören zu dieser Gruppe.
  • Lokale Kortisone: Verfügt über eine Wirkung zur Hemmung und Vorbeugung gegen Allergie.Budesonid und Mometazon Furoat sind in dieser Gruppe. Kann zur Verkrustung und leichter Blutung in der Nase führen.

Chronischer Husten Behandlung

Da im Hintergrund des anhaltenden Hustens ernste Krankheiten stehen können, sollte man vorsichtig sein. In solchen Fällen sollte man unbedingt zu einem Arzt gehen. Bei Krankheiten wie Asthma sollte man sich von allergischen Stoffen fernhalten. Ferner verhindert das Rauchen selbst oder der langfristige Aufenthalt in Orten, wo geraucht wird, die Hustenstillung.

Nach Aufhören mit dem Rauchen bis zu 4 Wochen, nach Abbrechen der ACE-hemmenden Medikamente bis zu 4 Wochen, nach Entzündung der oberen Atemwege bis zu 2 bis 4 Wochen, nach Beginn der Reflux-Behandlung 8 bis 12 kann der Husten weiter anhalten. Aus diesem Grund sollte man sich nicht immer gleich Sorgen drum machen, wenn nach Beginn der Behandlung der Husten nicht sofort verschwindet.

In einer Studie wurden 2 Monate lang in 4 Sitzungen Gesprächstherapien durchgeführt und festgestellt, dass Einstellungen wie Hustenhemmungsmanöver und vokale Hygienemanöver einflussreich bei der Reduzierung des Hustens sein können. Diese Außermedikationsbehandlungen, auch ‚Gesprächspathologie‘ genannt, können bei Patienten mit ununterbrochenen Hustenproblemen eingesetzt werden.

Eingriff beim Hustenanfall

Im Falle, dass Fremdkörper in die Atemwege gelangen, kann es zur plötzlich eintretenden Hustenkrise kommen. Wenn man solch einem Zustand entgegensteht, sollte man der Person dabei helfen, den Husten wirksam zu fördern, damit der Fremdkörper rausgespuckt werden kann.  Bei voller Verstopfung ist man nicht mehr in der Lage zu husten. In solchen Fällen kann es manöverartigen Eingriffen bedürfen.

Zuerst wird auf dem Rücken, zwischen den beiden Schulterblättern 5 Mal mit der Hautinnenfläche geschlagen. Falls der Fremdkörper noch nicht rausgekommen ist, tritt die Methode namens „Heimlich Manöver“ ein. Es wird hinter den Patienten Platz genommen und dessen Oberbauch mit beiden Armen umfasst. Mit einer Hand wird eine Faust gebildet und unter den Rippen in die Magengrube gelegt.

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Mit der anderen Hand wird die Faust gegriffen und ruckartig nach hinten zu seinem Körper gezogen. Dieser Vorgang wird solange abwechselnd wiederholt, bis der Fremdkörper rausgeworfen werden kann.  Dieser Manövereingriff sollte aber von jemandem gemacht werden, der diese Methode kennt.

Bei Hustenanfällen wegen KOAH, Bronchiektasie und Lungenentzündung mit Schleimauswurf dagegen sollte nicht eingegriffen werden. Der Körper versucht hierbei, mit Husten den Schleim und die für den Körper schädlichen Stoffe rauszuwerfen. Wenn hierbei eingegriffen und der Husten gestillt wird, kann es dazu kommen, dass sich die Bakterien extrem vermehren.

Was bekommt gut gegen Hustenanfall?

  • Wasser trinken: Damit die Hustenanfälle nicht weiterhin anhalten, kann das Trinken vom Wasser, ohne dass es in die Luftröhre gelangt, Sie ein wenig entspannen. Das Wasser kann dazu beitragen, dass sich der Schleim in den Atemwegen auflöst und aus dem Körper ausgeschieden wird und somit kann es den Husten lindern.
  • Lauwarme Dusche: Kurze Duschen mit lauwarmem Wasser kann starken Husten stillen. Da krampfartiger Husten zur Bewusstlosigkeit und Schwindel führen kann, sollte man dabei vorsichtig sein.

Praktische Methoden, die den krampfhaften Husten lindern

  • Das Wohnumfeld häufig belüften.
  • Trockene Luft im Umfeld kann den Husten krampfhafter machen. Aus diesem Grund sollten Sie das Hausumfeld befeuchten. Im Winter können Heizungen die Luft im Umfeld trocknen. Dagegen können Sie Wasserkannen auf Heizungen benutzen.
  • Bei Pollenzeiten die Fenster geschlossen halten und sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst wenig Pollen ausgesetzt werden.
  • Halten Sie sich von allen Zuständen fern, die Ihren Husten krampfhaft machen können (Parfümduft, Zigarettenrauch, Luftverschmutzung).

Natürliche Hustenmittel

Da der Husten manchmal ein Anzeichen von wichtigen Krankheiten sein kann, sollten Sie, bevor Sie versuchen, den Husten zu stillen, unbedingt zum Arzt gehen. Bitte benutzen Sie keine Pflanzenheilmittel bevor Sie einen ärztlichen Rat eingeholt haben.

  • Pfefferminz: Das Menthol, dass der Pfefferminze den Duft und Geschmack verleiht, hat eine kühlende Wirkung bei schwacher Lokalanästhesie und auf der Hautoberfläche. Es lindert ferner den Reiz im Rachen und dadurch den Husten, weshalb die Pfefferminze den Hustenmedikamenten zugefügt wird. Sie können ihn ebenso in kochendes Wasser zufügen und den Dampf einatmen oder in der Teealternative benutzen. Als eine weitere Alternative können 3 bis 4 Tropfen Pfefferminzöl in 150 ml heißes Wasser eingetropft und der entstehende Dampf tief eingeatmet werden.
  • Honig: Der Verzehr des Honigs in Milch kann zweckerfüllend gegen Trockenhusten sowie Brustschmerzen sein, die durch langhaltendes Husten verursacht werden. Ferner kann ein Teelöffel Honig vor dem Essen eingenommen und Gebrauch von den Wirkungen mit schmerzstillender Eigenschaft gemacht werden. Bei einer Studie wurde festgestellt, dass bei Kindern über 2 Jahren, denen nachts vor dem Schlafen 2 Teelöffel Honig gegeben wurden, der Husten reduziert wurde. Babys unter 1 Jahr darf Honig jedoch auf keinen Fall gegeben werden.

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  • Ingwer: Sie können frischen Ingwer abpressen, mit Wasser kochen und 2 bis 3 Mal täglich trinken. Empfehlenswert mit Zitrone und Honig. Frischen Ingwer können Sie auch so durch einfaches Kauen verzehren.
  • Ananas: Ananas als Obst oder Saft kann den Husten durch ihren Bromelaingehalt unterdrücken und verfügt außerdem über eine Schleimlösende Wirkung. Es gibt auch Tabletten, die nur Bromelain enthalten und als Zusatz gelten.Jedoch sollten diese Tabletten bei Kindern und bei Erwachsenen, die Blutverdünner oder Antibiotikum wie Amoxiycillin einnehmen, nicht benutzt werden.

Tipps gegen husten

  • Nach Bestimmung der Ursache des Hustens unbedingt den Behandlungsplan einhalten
  • Reichliche Flüssigkeit einnehmen. Wasser ist der beste Schleimlöser.
  • Das Wohnumfeld befeuchten und belüften.
  • Sich von kranken Menschen fernhalten.
  • Die Hände öfters waschen.
  • Mit dem Rauchen aufhören.
  • Falls Sie unter Reflux leiden, beim Schlafen den Kopf hochhalten und nichts vor dem Schlafen essen. Für merh: >>> Cough

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