Diagnose der Atemnot (Dyspnoe)

29 Juni 2019 |   Kategori: Wichtige Tests
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Die Atemnot ist keine Krankheit, sondern ein Anzeichen für irgendeine Krankheit. Die Person mit Atemnot sollte auf eine Krankheit im Hintergrund erforscht und die Diagnose erstellt werden. Mit einer guten medizinischen Vorgeschichte und körperlichen Untersuchung kann die Diagnose in großem Maße erstellt werden. Falls vom Arzt angefragt, können Bluttests und Abbildungsmethoden eingegangen werden.

Anamnese zur Diagnose der Atemnot

Die Dauer der Atemnot, die Eigenschaft, wann sie genau am Tag antritt, die begleitenden Beschwerden (Husten, Brustschmerzen u.ä.), die Positionen und Zustände, wann sie an- und absteigt und auslösende Gründe werden ausführlich nachgeforscht. Weiterhin wird befragt, ob begleitende Krankheiten, eingenommene Medikamente sowie eine Rauchgewohnheit vorliegen.

Körperliche Untersuchung zur Diagnose der Atemnot

Die Patienten werden zuerst auf Fieber, Atmungsrate, Blutdruck und Puls bewertet. Da bei Patienten mit Atemnot Atmungsschwierigkeiten bestehen, werden Ersatzmuskeln eingesetzt. Dadurch entstehen Einschnürungen zwischen den Rippen und über den Schlüsselbeinen. Die Haut und Schleimhaut verfärben sich wegen Sauerstoffmangel in blau.

Bei langanhaltender Atemnot kann sich ein Trommelschlägelfinger an der Stelle bilden, wo der Winkel zwischen Nagelkante und Finger erweitert wird und die Nägel sich krümmen. Beim Anhören der Lunge mit einem Abhörgerät können der abgeschwächte Atem oder die anormalen Atemgeräusche festgestellt werden. Bei Patienten mit Atemnot können ferner Schwellungen an den Beinen sowie klares Bemerken der Venen auftreten.

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Pulsoxymetrie zur Diagnose der Atemnot

Durch Anbringen eines Pulsoximeters an die Fingerspitze oder an das Ohrläppchen kann eine Einsicht über die Reichlichkeit des Blutsauerstoffs gewährt werden. Falls Nagellack oder Henna am Finger ist, in Fällen der Anämie (Blutarmut) und dass der Finger kalt ist, kann die Bemessung nicht richtig erfolgen.

Bluttest zur Diagnose der Atemnot

Damit der Sauerstoff- und Kohlenhydratwert in der Arterie klar bemessen werden kann, wird Blutgas entnommen. Hinsichtlich der Darlegung der Herzkrankheiten werden die CK-, CK-MB-, Troponin- und BNP-Werte bemessen. Weiterhin wird eine Vollblutzählung durchgeführt um die Anämie und Infektionen festzustellen.

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Bildgebende Verfahren zur Diagnose von Atemnot

Lungenfunktionstest

Umgangssprachlich ist er bekannt als „Atemtest“ und gehört zu den Tests, die bei der Erstellung von Diagnosen bezüglich den Lungenkrankheiten geläufig eingeführt werden und keine interventionale Eigenschaft haben. Der Patient, dessen Nase geschlossen ist, wird gebeten, tief einzuatmen und so schnell und lang wie möglich durch Pusten die Luft rauszulassen. Gibt eine Übersicht über die Luftströmungen in der Lunge sowie die Luftausströmungsgeschwindigkeit und Luftabsperrung.

Bronchoskopie

Aus der Nase wird mit Hilfe eines Rohrs mit einer Kamera an der Spitze eingedrungen und die Luftröhre sowie die Lunge abgebildet. Kann sowohl als Diagnosenerstellung, als auch mit Behandlungszwecken eingesetzt werden. In nötigen Fällen kann aus den Atemwegen sowie der Lunge Gewebeproben entnommen werden.

Röntgenaufnahme der Lunge

Gibt uns eine Übersicht über die Luftröhre, der Lunge und Atemnot mit Herzursachen.

Elektrokardiogramm (EKG)

Mit diesem Gerät können die Herzrhytymusgeschwindigkeit sowie Symptome dafür, dass unausreichender Blut- und Sauerstoffzugang zum Herzmuskel erfolgt, erforscht werden. Zudem können die bereits die in der Vergangenheit erfolgten Herzanfälle mit Hilfe des EKG festgestellt werden.

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Echokardiographie (EKO)

Ultraschallabbildung vom Herz. Zeigt uns, ob im Zusammenhang mitHerzmuskelgewebenschwund an den Herzwänden Bewegungsstörungen vorliegen. Gibt weiterhin Informationen zur Herzinsuffizienz.

Angiographie

Bei der Angiographie werden Farbmittel und spezielle X-Strahlen benutzt, um den Internbereich der Arterien abzubilden. Eine elastische und dünne Tube, auch Katheter genannt, wird in eine Blutader im Arm, Leiste oder am Hals eingesteckt. Der Arzt ist dadurch in der Lage, den Blutfluss in den Adern zu sehen. Wird mit Diagnosen- und Behandlungszwecken eingeführt.

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